Betrachtungen eines Sonntags

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Foto-Rabe auf pixabay

All das, was ist und auch das, was noch sein mag, ist ausgesprochen viel.

Manche glauben gar, daß all das so viel beinhaltet, daß ein Einzelner es nicht zu fassen vermag.

Ein Leben reiche da nie und nimmer, um all das zu schauen, was da so wohl geordnet existiert.

Die Reaktionen hierauf fallen denkbar unterschiedlich aus.

Während die einen verzagen und sich in ihre stillen Kämmerlein begeben, um würdevoll auf ihr Hinscheiden zu warten, besitzen andere nicht dies gehörige Maß an Geduld und hängen sich auf.

Wieder andere verfallen dem Prinzip des Wegschauens oder dem der Verdrängung.

Beides läßt sich schnell und problemlos aneignen.

Ein guter und durchaus bewährter Schutz gegen die umwerfende Vielfalt des Kosmos oder die eigene Engstirnigkeit.

Doch existiert neben diesen und weitaus exotischeren Möglichkeiten des Umgangs mit derlei Dingen eine kleine Gruppe unangepasster, querulantischer Aufständischer, welche die direkte und unmissverständliche Konfrontation mit der ganzen Fülle des Daseins sucht.

Und gerade in diesem Akt des Eintauchens liegt für jene die Hoffnung verborgen, auf ein universelles Prinzip hinter all dem und jenem dort zu stoßen, welches einem Schlüssel gleich, die Grenzen des Möglichen aufzuschließen vermag und quasi den Weg hin zu, bis dahin unmöglichen, Daseinsformen zu ebnen.

So jedenfalls ist es der Hochglanzbroschüre jener Bewegung „Hab nichts vor“ zu entnehmen.

Falls Ihnen nun beim vollen Anblick der Schöpfung schlecht werden sollte, dann schreiben Sie dem Geistlichen Ihres Vertrauens und fragen ihn, weshalb er Sie in den Jahren seines Wirkens nie auf die angesprochene Fülle vorbereitet habe und was er Ihnen nun im Angesichte der alles umwerfenden Schöpfung rät.

Eins, zwei oder drei. Du mußt Dich entscheiden. Drei Felder sind frei…

 

entschieden: Geruede

(1.Veröffentlichung war am 15.02.2009 – 08:46:48 Uhr auf blog.de RIP)

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