Butter für den Endkampf

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Couleur auf pixabay

Krampnitz – Neuroofen am Stechlinsee – Grünau; eigener Bericht

Im Rahmen von Sanierungsarbeiten am ehemaligen Sitz des Oberkommandos der Wehrmacht, welcher in den letzten Kriegswochen nach Neuroofen am Stechlinsee verlegt worden war, stießen Arbeiter auf ein vergessenes Kriegsarchiv, in welchem sie schriftliche Dokumente für diverse Abwehrstrategien in der Endphase des 2. Weltkrieges fanden.

Eilig herbeigerufene Schriftkundige der Universitäten zu Jena und Potsdam stellten bereits nach kurzer Zeit die Echtheit der Dokumente fest.

Demnach plante das Oberkommando den Einsatz großer Mengen Butter und sogar Gänsereinschmalz zum Aufhalten der feindlichen Panzerkolonnen, die sich zu diesem Zeitpunkt anschickten, tief in das Reich vorzudringen.

Die Strategie sah vor, an Stellen beachtlichen Gefälles große Mengen besagter tierischer Erzeugnisse auszubringen, um die gegnerischen Kettenfahrzeuge an einem Weiterkommen auf den Reichsautobahnen zu hindern.

Gerade neuralgische Verkehrspunkte, wie das Autobahnkreuz Bielefeld – Ost, Dillingen – Mitte oder auch zwischen den Anschlussstellen Bleialf und Prüm lag es nahe, dem Vormarsch mit großen Mengen Butter und Gänsereinfett entschieden entgegen zu treten.

Da Öl und andere Schmiermittel durch die Auszehrungen des Krieges kaum mehr zu bekommen waren, die teutschen Kühe aber weiterhin größtenteils unbeteiligt fett auf vaterländisch saftigen Wiesen herumstanden, man gleichzeitig viele Gänse aus den nun verlorenen Ostgebieten gerettet hatte, lag der Gedanke nahe.

Trotz der dokumentierten großen Anstrengungen – immerhin wurden noch 13 Tonnen beschafft –  kam diese Taktik jedoch nur noch am Hienberg, der bis zum heutigen Tage am nördlichen Beckenrand Nürnbergs liegt, zum einmaligen Einsatz.

Dieser Test aber mußte vorzeitig abgebrochen werden, nachdem ein britischer Tiefflieger unwissentlich diverse Löcher in die Vorratsbehälter geschossen hatte, so daß die Kolonne beim Erklimmen des Berges selbst in arge Schwierigkeiten geriet, sich die Angehörigen des Transporttrupps schließlich schlitternd und fluchend abwandten und in alle Winde verteilten.

Zwei Wochen später endete dieser Wahnsinn mit der Kapitulation der Reichs- und Wehrmachtsführung zu Karlshorst.

Im Anschluß wurde trocken Brot gereicht.

 

Geruede, schonungslos

(1.Veröffentlichung war am 01.09.2014 – 21:33:21 Uhr auf blog.de RIP)

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